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Musik in Pattonville

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Eine "runde" Sache: das Erlebnis "Musik machen"
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Unter dem Motto "Mitmachkonzert" fand am 3.07. im Bürgersaal eine Veranstaltung der Jugenmusikschule Remseck unter der Leitung von Greta Aleman statt.
Eingeladen hatte Greta Aleman die Familien, deren Kinder bei ihr Flötenunterricht nehmen und die bei der Veranstaltung vorspielen sollten.
Im Gegensatz zu den für gewöhnlich frontal ausgerichteten Vorführungen fand das Publikum im Bürgersaal überraschenderweise einen großen Stuhlkreis vor und wurde mit einem Mitmachlied gleich in die musikalischen Aktivitäten einbezogen. Zu dem neuseeländischen Lied mit dem klangvollen Text EPO-I-TAI-TAI-I erhielten die meisten der etwa 60 anwesenden Kinder und Erwachsene verschiedene Percussion-Instrumente mit denen die Melodie rhythmisch unterlegt wurde. Alle sangen, stampften oder klopften mit Händen oder Instrumenten begeistert mit und nach einer kurzen Übungsphase konnte sich die Gesamtaufführung durchaus schon hören lassen.
Durch diese gemeinsame Vorführung war eine entspannte und angenehme Atmosphäre entstanden: die Mitte wurde nun zur Bühne, auf der Kinder beginnend mit den drei Kleinsten, die noch nicht einmal zur Schule gehen, ihre Flötenstücke vorführten. Der rote Faden, der durch das weitere Programm führte, war das Leben im Dschungel, in dem Bären, Indianer, ein Bauer, sogar Bach, Charpentier und Beethoven durch die Musik bestimmte Gefahren überstehen.
22 Kinder, zwischen 5 und 8 Jahren stellten ihre Musikstücke vor. Ein Junge spielte sogar die Altflöte, die nächst größere Flöte nach der Sopranflöte, die eine dunklere, angenehme Klangfarbe hat.
Schon mit wenigen Tönen, mit ganz einfachen Mitteln kann man musizieren, singen und spielen, ohne die Qualität zu verlieren. Das Musizieren bewegt unsere Emotionen und unseren Körper und bringt uns dazu auf eine wunderbare Art zu kommunizieren, zu teilen, eine Gemeinschaft zu bilden.
Es wäre schön wenn solche Veranstaltungen auch in Zukunft stattfinden könnten und Kinder und Erwachsene in Pattonville noch öfters die Gelegenheit hätten zusammen Musik zu machen.
Ute Wolf
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Ein kleiner, aber feiner Konzertabend
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"Pattonville macht Musik": engagierte Musiker und seltene Instrumenten-Kombinationen
Kornwestheim (bk). Ein Instrument zu erlernen, ist das beste Mittel, um Musik ins eigene Leben zu bringen. So sehen das auch die Pattonviller. Mit "Pattonville macht Musik" sorgen sie für die eigene Unterhaltung, statt über mangelnde Kulturangebote zu klagen.
Man kennt sich in Pattonville. Viele junge Familien leben dort. Das konnte schnell erkennen, wer sich am Sonntagabend in die Heilig-Geist-Kirche zu dem kleinen Konzert des Pattonviller Instrumentalkreises begeben hatte. Dort saßen nicht etwa nur ältere Herren und Damen, die sich klassischer Musik erfreuen wollten, sondern in den vorderen Reihen vor allem Kinder. So hatte denn der Auftritt viel von einem Hauskonzert.
Nur die Zahl der Zuhörer war etwas höher, in etwa so, als wären die Nachbarn zum Hauskonzert dazugestoßen: Mehr als 40 Pattonviller hatten sich dieses Mal eingefunden, vor zwei Jahren waren es deutlich weniger gewesen. "Vielleicht hat sich die Veranstaltung doch langsam herumgesprochen", hofft Marina Hartmannn-Grätsch vom Bürgerverein, der sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmerte. Verdient hätte es der Instrumentalkreis, denn was die Hobby- und Profimusiker anbieten, kann sich hören lassen.
"Musik aus mehreren Epochen" versprach das Faltblatt mit dem Programm. Bei freiem Eintritt spielten Eva-Maria Geßmann (Continuo, Klavier, Blockflöte), Greta Alemán (Oboe, Englischhorn, Blockflöte), Germán Alemán (Großbassflöte), Armin Brellochs (Quer- und Blockflöte), Matthias Hübner (Viola) und Siegfried Bäder (Akkordeon) eine bunte Mischung von altenglischen Stücken für Blockflötentrio mit dem bekannten "Greensleeves" bis hin zu Astor Piazzollas "Tanti Anni Prima" für Englischhorn und Klavier.
Die Instrumentalisten bilden eine lockere Gruppe, die sich in unregelmäßigen Abständen trifft, aber für die zweijährlich stattfindenden Konzerte viel gemeinsam probt. So spielte denn nur Germán Alemán auf seiner Großbassflöte ein Solo: Tilo Medeks "Aus einer Hirtentasche". Das gewaltige Blasinstrument, das an ein Ofenrohr mit Klappen einer Oboe erinnert, erzeugt wunderbar tiefe, melancholische Töne, die oft wie ein rauschender Wind klingen. Ein ungewöhnliches Klangerlebnis bot auch Greta Alemán an der Oboe zusammen mit Siegfried Bäder mit dem Akkordeon. Sie spielten die "Bagatelle" von Werner Richter. Die Kombination Akkordeon - Oboe gibt es nur höchst selten zu hören. Beim Pattonviller Instrumentalkreis ist das anders. Da waren Alemán und Bäder vor zwei Jahren auch schon mit einem der raren Stücke angetreten.
Aus den vergangenen Epochen hatte der Instrumentalkreis ferner im Programm: Eugène Bozzas "Air de Vielle", Johann Sebastian Bach und Henry Purcells "Chaconne". Kleine, aber feine Stücke, genau richtig für einen Musikabend im kleinen Kreis.
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