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Der Erfolg Pattonvilles ist auf Vertrauen aufgebaut!
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Mit dem Abzug der Amerikaner aus Pattonville und der Übernahme des Geländes durch den Zweckverband der Kommunen Kornwestheim, Ludwigsburg und Remseck a.N. vor mehr als 10 Jahren bot sich die Chance etwas völlig Neues, nämlich einen neuen Stadtteil, zu gestalten. Vergleichbar mit der Deuteschen Einheit, gab es auch hierbei keine Erfahrungen, auf die man zurückgreifen konnte. Die Zweckverbandskommunen, deren Verwaltungen und Gemeinderäte, Stadtplaner und andere Fachleute stellten sich dieser Aufgabe und so entstand in diesem Zeitraum u.a. ein städtebauliches Konzept. Diese rein informelle Planung stellt das Ziel der Entwicklungsmaßnahme Pattonville dar und war zumindest bis zum Anfang des Jahres 2005 die Arbeitsgrundlage für alle wesentlichen Entscheidungen.
Auf der Grundlage dieser Planung wurde viel, bemerkenswert viel erreicht. Durch den stetigen Verkauf der Bauplätze wächst die Einwohnerzahl konstant. Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen wurden modernisiert und neu gebaut. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gelang es Investoren und Betreiber für ein beispielhaftes Versorgungszentrum zu gewinnen. Dafür gebührt an dieser Stelle den beteiligten Vertretern der Städte mit Ihren Gemeinderäten besonderer Dank und Anerkennung. Es ist schön, in Pattonville zu leben.
Aber, es gab auch eine Zeit, in der die äußerst positive Entwicklung Pattonvilles noch nicht absehbar war. Als mit der Aufsiedlung des 1. Bauabschnitts in der Columbusstraße und dem Washingtonring-Nord etwa um 1996/1997 begonnen wurde fragten sich viele Kauf- und Bauwillige, ob sich eine Investition in Pattonville lohnt. Pattonville bestand damals fast ausschließlich aus leer stehenden Bestandsgebäuden. Am Standort des heutigen Lidlmarktes befand sich noch das alte Kinogebäude, der Zweckverband versuchte die ehemaligen „Offiziersvillen“ zu vermarkten, ….. Die Entwicklung der unmittelbaren Umgebung, der Wohnung oder Hauses ließ sich anhand von Baubeschreibungen und Bauplänen relativ sicher bestimmen. Aber keiner wusste damals, wie Pattonville im Jahr 2010 aussehen würde. Einer der wenigen Anhaltspunkte war das städtebauliche Konzept des Zweckverbands. In der Hoffnung auf eine positive Gesamtentwicklung haben damals viele Interessierte eine Entscheidung für Pattonville getroffen und ihr Erspartes und das künftige Einkommen vieler Jahre investiert. Grundlage für die Entscheidung in meiner Familie war u.a. das Vertrauen in die Umsetzung der wesentlichen Inhalte des städtebaulichen Konzeptes des Zweckverbandes.
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Rahmenplan 2005 vom Büro Orplan/Stuttgart
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Das städtebauliche Konzept, mit dem rd. 10 Jahre lang in der Broschüre des Zweckverbandes für Pattonville geworben wurde, sieht eine dritte Anbindung im Norden an überörtliche Straßen vor. Bis etwa zum Sommer diesen Jahres stand die dritte Anbindung, zumindest offiziell, nicht zur Diskussion. Nachdem jetzt die Planung für den VII. Bauabschnitt angegangen wird, soll die „versprochene“ dritte Ausfahrt vorrangig aus Kostengründen wegfallen. Waren die Kosten dieser dritten Anbindung vor 10 Jahren entscheidend geringer? Unterstellte man Böses könnte man noch ergänzen, dass inzwischen die Vermarktung der dadurch negativ betroffenen Baugrundstücke, insbesondere im Washingtonring Nord, abgeschlossen ist.
Durch ein Gutachten des Zweckverbandes ist inzwischen nachgewiesen, dass nach Aufsiedlung des VII. Bauabschnittes durch den drohenden Wegfall der dritten Anbindung das Verkehrsaufkommen z.B. im Washingtonring Nord an der Einmündung in die J.-F.-Kennedy-Allee um mindestens 900 Pkw pro Tag zusätzlich zunehmen wird. Für mein weiter östlich am Washingtonring Nord liegendes Grundstück bedeutet dies z.B. eine Vervierfachung des Verkehrsaufkommens von derzeit geschätzten 300 Fahrzeugbewegungen auf dann 1.400 Fahrzeugbewegungen am Tag. Bei Realisierung der im städtebaulichen Konzept dargestellten weiteren Anbindung an die Aldinger Straße würden lediglich ca. 500 Fahrzeuge am Tag an meinem Grundstück vorbeifahren.
Nach Ansicht des Gutachters sind Straßen mit 2.200 Fahrzeugbewegungen am Tag als Wohnstraßen einzustufen. Mag sein. Für mich persönlich stellt sich die Sachlage jedoch sehr viel einfacher dar. Auch im Vertrauen auf die Realisierung eines sehr guten städtebaulichen Konzeptes, hat sich meine Familie in Pattonville angesiedelt und Geld investiert. Weder im städtebaulichen Konzept, noch in der Öffentlichkeitsbroschüre findet sich ein Hinweis darauf, dass wesentliche Planungsziele nur Wunschträume ohne Gehalt sind und im Zweifelsfall grundlegende Planungsänderungen möglich sind. Eine Vermarktung des 1. Bauabschnittes ohne dritte Anbindung wäre Mitte der 90ziger Jahre sicherlich erheblich schwieriger gewesen und hätte zu reduzierten Verkaufserlösen geführt. Auch die Vermarktung der nachfolgenden Bauabschnitte wäre ohne die Werbewirksamkeit des 1. Bauabschnittes erschwert gewesen.
Voraussichtlich am 25.10.2005 fällt der Gemeinderat der Stadt Remseck a.N. eine Entscheidung für oder gegen die dritte Anbindung. Ich möchte Sie deshalb nachdrücklich bitten, mein Vertrauen und das Vertrauen vieler meiner Bekannten in die Planungssicherheit und in die Verlässlichkeit der gewählten politischen Vertreter des Gemeinderats nicht zu enttäuschen und sich für die Realisierung der dritten Anbindung einzusetzen.
Hans Eisele
Anmerkung: Inzwischen hat der Gemeinderat Remseck entschieden, die 3. Ausfahrt nicht zu bauen, allerdings soll die Fläche vorläufig frei gehalten werden, damit man die Entscheidung gegebenenfalls überdenken und korrigieren kann.
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